5 Minuten Heimat

Geboren zu werden ist das erste Exil. Das Leben auf der Erde ist eine ewige Diaspora.

 

Menschen sind in Bewegung. Jeden Tag, in jeder Generation. Über innere und äußere Grenzen hinweg streben sie nach der Verbesserung ihrer Lebenssituationen. Dafür suchen sie nach neuen Aktionsräumen und verlassen den „sicheren Hafen“ des Bekannten - ihre Heimat. Diese Suche mündet  im Verlust dieses derselben und führt zu Migration.

In „5 Minuten“ wird das Thema in einer choreographischen Performance, die im August 2022 im Hafenmuseum Bremen - Speicher XI in der Bremer Überseestadt Premiere hat, behandelt. Das künstlerische Team besteht aus Migrant:innen mit und ohne Behinderung.
Sie haben ihre geographische Heimat verlassen oder sind aus ihrer familiären Heimat ausgezogen. Sie sind ausgewandert oder geflüchtet. Vor der Politik im eigenen Land, vor kulturellen oder sozialen Begrenzungen, vor ihrer Nachbarschaft oder vor ihren Familien,
vor Unverständnis oder vielleicht auch vor sich selbst und der eigenen Prägung. Sie sind aber auch Bühnenexpert:innen und professionelle Streiter:innen für ihre Kunst.
Migration meint also in diesem Stückzusammenhang nicht nur das Resultat der geopolitischen, Probleme unserer Zeit sondern befasst sich intensiv mit den persönlichen Auslösern und Seelennöten von Menschen in solchen Lebenslagen.
Dem Thema entsprechend ist der Ort im ehemaligen Hafengelände Bremens gewählt.

Mitwirkende:

Fabian Aimar - Regie (Argentinien)

Günther Grollitsch - Choreografie (Österreich)

Doris Geist - Performerin (Brasilien)

Neele Buchholz - Performerin (Deutschland)

Beno Novak - Performer (Slovenien)

Dien Abdoulaye - Performer (Ghana, Afrika)

Estefan Vega león - Performer (Kolumbien)

Sakura Inoue - Performerin (Japan)

Premiere am 19.08.2022

weitere Aufführungen am 20.08, 25.08, 26.08., 27.08., 28.08. 2022

 

 

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